ADSp – Allgemeine Deutsche Speditionsbedingungen

ADSp (Allgemeine Deutsche Speditionsbedingungen): Das sind quasi die AGB der Spediteure. Kurz gesagt ist die Idee, dass die meisten Transporte ähnliche Voraussetzungen haben. Täglich laufen tausende von Transporten in Deutschland. Im Laufe der Jahrzehnte haben sich Standards herausgebildet: Wer häufig Waren empfängt oder versendet, tut sich leichter, wenn er sich an diese Standards hält. Dazu gehören Dinge wie eine Laderampe für LKW, wenn man häufig LKW belädt oder entlädt.

Mit der Zeit haben sich auch rechtliche Standards etabliert. Es gibt unheimlich viele Verlader, Frachtführer und Speditionen. Da wäre es aufwändig, mit jedem neuen Geschäftspartner alle Grundlagen neu zu verhandeln. Deshalb arbeiten fast alle Speditionen nach den ADSp: Sie vereinfachen die Verhandlungen, da alle Partner die ADSp kennen und anwenden.

Aktuelle Fassung der ADSp

Viele Jahre lang waren die ADSp stabil, doch in letzter Zeit gab es mehrere Änderungen.

Ab dem 01.01.2017 gelten die ADSp 2017.

Für 2016 gelten die ADSp 2016.

Vorher galten die ADSp 2003.

Was regeln die ADSp?

Die ADSp regeln alles mögliche rund um den geschäftsmäßigen Transport. Dazu gehören vor allem Fragen wie Haftung, Zahlung, Schuldfragen und Ähnliches. Wie immer bei Rechtsfragen gilt: Wenn alles gut läuft, braucht man die ADSp eigentlich nicht. Doch wenn es mal nicht gut läuft, hilft ein Blick ins Kleingedruckte. Deshalb lernen Speditionskaufleute die Bedingungen bereits in ihrer Ausbildung.

Wer stellt die ADSp auf?

Sie werden von folgenden Partnern vereinbart und empfohlen:

  • Deutsche Industrie (BDI),
  • Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA),
  • Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL),
  • Bundesverband Möbelspedition und Logistik (AMÖ),
  • Bundesverband Wirtschaft, Verkehr und Logistik (BWVL),
  • Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK),
  • Deutscher Speditions- und Logistikverband (DSLV) und
  • Handelsverband Deutschland (HDE).